Projekt "SOLCAMP"
Im Januar dieses Jahres ist das von der EU Kommission geförderte Projekt „SOLCAMP“ angelaufen, bei dem Campingplätze bei der Nutzung der thermischen Solarenergie zur Warmwasserbereitung unterstützt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) leitet dieses Projekt.
Wir werden zukünftig Newsletter in mehrmonatigen Abständen publizieren. Damit wollen wir alle Interessierten über das Projekt und das Thema der Solarenergienutzung auf Campingplätzen informieren.
Mit dem folgenden Link können sich interessierte Campingunternehmen in einen Fragebogen eintragen: http://www.solcamp.de/fragebogen.0.html.
Warum Solarenergie auf Campingplätzen?
Für Campingplätze ist die solare Warmwasserbereitung geradezu ideal: Je mehr Sonne, desto mehr Feriengäste mit entsprechend höherem Warmwasserverbrauch. Thermische Solaranlagen können den Warmwasserbedarf während der Sommermonate größtenteils abdecken und somit die laufenden Kosten der Campingplätze spürbar entlasten. Darüber hinaus spricht ein Campingplatz mit Solaranlage insbesondere die umweltbewussten Gäste an, deren Zahl von Jahr zu Jahr wächst.
Ein Campingplatz ist auf eine Warmwasserversorgung angewiesen, die zuverlässig funktioniert. Die heutige Generation der Solaranlagen gilt als ausgereift, zuverlässig und hoch effizient. Thermische Solaranlagen werden auch finanziell gefördert. Der Zuschuss des Bundesprogramms beträgt zurzeit 54,60 € pro m² Kollektorfläche.
Mit Jahresbeginn ist ein internationales, von der EU gefördertes Projekt zur Sonnenenergienutzung auf Campingplätzen angelaufen, an dem die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) mit dem Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD) und vielen weiteren Akteuren im Land Campingplatzbesitzer und –betreiber bei der Sonnenenergienutzung unterstützen werden.
Als wichtigste Maßname wird der SolarCheck für Campingplätze - eine kostengünstige produktneutrale Erstberatung - entwickelt und eingeführt. Dabei kommt ein Berater zum Campingplatz, nimmt Daten auf und prüft die Möglichkeiten der Montage von Kollektoren, Solarspeicher usw. Alle wichtigen Punkte bezüglich der Sonnenenergienutzung - auch voraussichtliche Kosten und Fördermöglichkeiten - werden an Ort und Stelle besprochen. Die Auswertung der Daten und die Berechnung der optimalen Größe der Anlagenkomponenten, zu erwartende Solarerträge, Energieeinsparung und Umweltentlastung werden in einem Ergebnisbericht dargestellt. Dieser Bericht ist aufgrund seiner Produktneutralität nicht nur eine ausgezeichnete Entscheidungshilfe, sondern kann auch für die Einholung von Angeboten verwendet werden.
Den SolarCheck für Campingplätze werden ausgebildete Fachleute ab Oktober dieses Jahres durchführen.
In unserem nächsten Newsletter, der im August 2006 erscheinen wird, werden wir den SolarCheck detailliert beschreiben.
EU Projekt für Campingplätze
Nachdem die DGS in einer erfolgreichen Aktion in Schleswig-Holstein den SolarCheck für Hausbesitzer eingeführt hat, beantragte sie bei der EU Fördermittel, um auch für Campingplätze solch einen SolarCheck zu entwickeln und anzubieten, denn für Campingplätze lohnt sich die Nutzung der Sonnenwärme zur Warmwasserbereitung besonders. Die EU fand die Projektidee sehr sinnvoll und fördert jetzt die Umsetzung des Projekts „SOLCAMP“ (Solar energy for camping sites). Dabei wird nicht nur in Deutschland der SolarCheck für Campingplätze eingeführt, sondern in einer ganzen Reihe von weiteren Ländern, die somit Projektpartner der DGS sind. Folgende Länder sind beteiligt: Wales, Polen, Österreich, Slowenien, Kroatien, Spanien, Portugal und Italien. Die deutschen Partner der DGS sind neben dem BVCD die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH) und das Berliner Büro Dr. Valentin Energie Software GmbH, die das Simulations-programm für alle beteiligten Länder entwickelt.
Was ist bisher gelaufen?
Projektbeginn war im Januar dieses Jahres. Im Januar trafen sich die Projektpartner zu einer ersten und im März zu einer weiteren Besprechung. Das Simulationsprogramm T*SOLCAMP wurde bereits entwickelt und zur Zeit werden davon die angepassten Fassungen für die Länder in der jeweiligen Sprache erstellt. Auch die Materialien für die Durchführung der SolarChecks sind fertig und die ersten SolarChecker wurden bereits geschult, und zwar in Wales, Polen, Spanien und Portugal.