Selbstständige sehen bei der Arbeit kein TV
518 Mio. €uro Mehrkosten für Wirtschaft
Berlin, 31.07.2006
Der Bundesverband der Campingwirtschaft (BVCD) fordert alle Landtage der Bundesländer auf, den 8. Rundfunk-Änderungsstaatsvertrag rückgängig zu machen und die GEZ-Gebühr auf Internet-PC’s zu streichen. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes der Selbstständigen haben 92% aller Selbstständigen einen internetfähigen PC, aber nur 15 % ein bereits heute anzumeldendes TV-Gerät.
Laut Aussage von Anton Harms, BVCD-Präsident, und Dr. Gunter Riechey, BVCD-Vizepräsident, sollen unsere Unternehmen für Leistungen zahlen, die gar nicht angeboten werden. Gemäß eigener Recherchen lassen sowohl ARD und ZDF, als auch die anderen öffentlichen Spartensender so gut wie keine Sendungen über das Internet laufen; allenfalls einige Nachrichtensendungen. Letztlich soll für einen Bruchteil des normalen Programms ein Vollservice in Rechnung gestellt werden. Darüber hinaus sind unsere Unternehmer als auch deren Mitarbeiter zeitlich gar nicht in der Lage, das Angebot in Anspruch zu nehmen. Die Rechner sind ausschließlich für die jeweilige Arbeit der einzelnen Betriebe eingesetzt. Im Endeffekt sollen unsere Unternehmen für Sendungen zahlen, die sie gar nicht sehen, die von den TV-Sendern nicht ins Internet gestellt werden und wofür sie zuhause bereits GEZ-Gebühren bezahlen.
Wie so oft in der Politik handelt es sich hier um reine Geldmacherei ohne entsprechenden Gegenwert. Aufgabe der Politik sollte es sein, gerade in der jetzigen schwierigen wirtschaftlichen Lage die Unternehmen zu entlasten und nicht weiter zu belasten.









