Mehr Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen
Essen/Berlin, 20.03.2006
Campingurlaub wird immer beliebter: Immer mehr Menschen verreisen mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen trotz des schlechten Wetters in den Sommermonaten um 1,5 % auf 21,7 Millionen.
Beliebtestes Reiseziel der Campingurlauber bleibt Bayern vor Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Den größten Zuwachs gab es in Thüringen. Auf nur 55 Campingplätzen mit Urlaubscamping wurden fast 550.000 Übernachtungen gezählt - 38,7 % mehr als im Vorjahr.
Die tatsächlichen Übernachtungszahlen liegen jedoch deutlich höher. Denn die amtliche Statistik erfasst nur rund 2.500 Campingplätze mit etwa 200.000 Standplätzen für Urlaubsgäste; Daten zum Dauercamping werden bislang nur in drei Bundesländern, nämlich in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, und Schleswig-Holstein, erhoben.
Nach Berechnungen des dwif in München gibt es auf deutschen Campingplätzen rund 375.000 Dauerstandplätze, die für einen längeren Zeitraum - von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren - vermietet werden. Die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen erhöht sich durch die Dauercamper und ihre Gäste um mehr als 75 Millionen auf fast 100 Millionen.
Knapp 2,5 Mrd. Euro geben Campinggäste nach einer Grundlagenuntersuchung zum Campingtourismus in Deutschland während ihres Aufenthaltes auf dem Campingplatz und in der Umgebung aus. Gerade in strukturschwachen ländlichen Regionen sind die Campingplätze daher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.









