BVCD

Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V.

Ystader Straße 17
10437 Berlin

Tel.: +49 30 33 77 83 20
Fax: +49 30 33 77 83 21

info​​[at]​​bvcd.de

Staatliche Finanzierungshilfen zur Corona-Krise

November - und Dezemberhilfe

Bund und Länder haben sich aufgrund deutlich gestiegener Infektionszahlen auf einen zweiten Lockdown, der ab Montag, den 2. November bundesweit in Kraft tritt, verständigt. Touristische Übernachtungen auf Campingplätzen sind damit im Inland im November komplett verboten. Ausgenommen vom Übernachtungsverbot sind Nächtigungen für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen. Je nach Bundesland ist auch das Dauercamping noch gestattet. Die Verordnungen der Bundesländer finden Sie hier.

Zum entstehenden wirtschaftlichen Schaden durch die temporäre Schließung hat die Politik November- und Dezemberhilfen eingeführt. Der Betrag der finanziellen Hilfe beträgt 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats für Campingbetriebe bis 50 Mitarbeiter. Mit der Wirtschaftshilfe sollen die die Fixkosten pauschaliert werden.

Seit dem 27. November 2020 werden Abschlagszahlungen zur Novemberhilfe ausgezahlt, seit dem 18. Januar auch die gesamten Beträge. Eine Antragsstellung ist noch bis zum 30. April 2021 möglich. 

Seit dem 28. Dezember 2020 werden Abschlagszahlungen für die Dezemberhilfen ausgezahlt. Ab dem 1. Februar werden die gesamten Beträge ausgeschüttet. Analog der Novemberhilfe können auch hier noch Anträge bis zum 30. April 2021 gestellt werden. Weitere Infos finden Sie hier.

Überbrückungshilfe III / November 2020 - Juni 2021

Bei der Überbrückungshilfe III handelt es sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Dadurch sollen Unternehmen, Soloselbstständige sowie FreiberuflerInnen, unterstützt werden, die besonders stark von der Corona-Krise betroffen sind. 

Da eine vollständige Wiederaufnahme des Betriebes für viele Wirtschaftszweige auch im Jahr 2021 nicht absehbar ist, wurde die bisherige Überbrückungshilfe über das Jahresende 2020 hinaus verlängert. Die neue Laufzeit ist Januar 2021 bis Juni 2021. Mit der Wirtschaftshilfe werden Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten für Betriebe geleistet, die von den Maßnahmen der Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind und hohe Umsatzeinbußen verzeichnen mussten. Die Antragsberechtigung ist abhängig von den Umsatzeinbrüchen in gewissen Zeiträumen. Detaillierte Informationen finden Sie hier. Die Antragsstellung kann unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Überbrückunghilfe II / September 2020 - Dezember 2020

Die Überbrückungshilfe II wird derzeit ausgezahlt. Eine Antragsstellung ist noch bis zum 31.03.2021 möglich. 

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld wird gezahlt, insofern die Voraussetzungen von mindestens 10 % Arbeitsausfall sowie der Abbau von angesammelten Überstunden, erfüllt sind. Beschäftigte erhalten mindestens 60 Prozent des Netto-Gehalts und mindestens 67 Prozent bei Beschäftigten mit Kind/ Kinder. Je nach Dauer der Kurzarbeit steigert sich das Kurzarbeitergeld:

  • Bezugsmonat 1 – 3: 60 / 67 %
  • ab 4. Bezugsmonat: 70 / 77 %
  • ab 7. Bezugsmonat: 80 / 87 %

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt dabei die Kosten für Sozialabgaben. Weitere Informationen finden Sie hier. 

KfW-Sonderprogramm

Die Bundesregierung hat das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des KfW-Schnellkredits, bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Somit soll sichergestellt werden, dass Unternehmen im Angesicht der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage, weiterhin verlässlich mit Liquidität versorgt werden.

Seit dem 09. November 2020 steht der KfW-Schnellkredit außerdem für Soloselbstständige und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten zur Verfügung. Somit ist es den Unternehmen möglich, Kredite in Höhe von bis zu 300.000 Euro über die Hausbanken zu beantragen, abhängig von dem im Jahr 2019 erwirtschafteten Umsatz. Durch die Übernahme des vollständigen Risikos vom Bund sind die Hausbanken von der Haftung freigestellt.

Durch verbesserte Regelungen zur Tilgung der KfW-Schnellkredite wird die Kombination mit anderen Corona-Hilfsprogrammen erleichtert. Mehr Informationen zur Verlängerung und Erweiterung des KfW-Sonderprogramms finden Sie hier

Steuerliche Erleichterungen

Darüber hinaus wird die Mehrwertsteuerreduzierung für den Verkauf von Speisen in Gastronomen bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Ebenso wird der steuerliche Verlustrücktrag für die Corona-Jahre 2020 und 2021 auf Max. 10 Mio. Euro pro Jahr angehoben.

BVCD-HILFESTELLUNGEN ZUR CORONA-KRISE

Die mit dem Corona-Virus einhergehenden, auf Campinganlagen geltenden Auflagen, stellen Betriebe vor besondere Herausforderungen. Durch eine interne Arbeitsgruppe des BVCD wurde ein Papier mit Handlungsempfehlungen für Campingunternehmer zur "Wiedereröffnung von Camping- und Wohnmobilstellplätzen in Deutschland" verfasst. Um nicht nur Lösungsansätze aufzuzeigen, sondern auch bei der entsprechenden Umsetzung zu unterstützen, hat der BVCD seinen Mitgliedern die folgenden, vorformulierten Musterdokumente bereitgestellt.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass die Dokumente nur für unsere Mitglieder zugänglich sind. Sollten Sie ebenfalls von den BVCD-Leistungen profitieren wollen und an einer Mitgliedschaft interessiert sein, so nehmen Sie gern Kontakt mit unseren Landesverbänden auf.

  • Mitarbeiterbelehrung zwecks Wiederaufnahme des Betriebs: Um eine Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes ohne eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu gewährleisten, sind bestimmte Regeln seitens der Mitarbeiter einzuhalten. Außerdem darf unter den Mitarbeitern kein Bezug zu einer eventuellen COVID-Infektion vorliegen. Eine vom BVCD bereitgestellte Mitarbeiterbelehrung zwecks Wiederaufnahme des Betriebs wurde im achten Newsletter an die Mitglieder versandt.  
  • Gästehinweise über Verhaltensregeln und Gesundheitscheckliste: Um sicherzustellen, dass es durch die schrittweise Öffnung von Campingplätzen nicht zu einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus kommt, können bei der Gastaufnahme zum einen Gästebefragungen zu ihrem gesundheitlichen Status und zum anderen ausdrückliche Hinweise über Verhaltensregeln und mögliche Konsequenzen bei Missachtung derselben vorgenommen und dem jeweiligen Gast zur Unterschrift vorgelegt werden. Das Dokument ist unseren Mitgliedern via Newsletter bereitgestellt worden.
  • Aushänge für Hygiene- und Verhaltensvorschriften: Um die Gäste nicht nur bei Anreise, sondern auch während des Aufenthalts auf die Einhaltung der geltenden Hygiene- und Verhaltensvorschriften hinzuweisen, hat der BVCD drei Aushänge zu entsprechenden Vorschriften erstellt. Die drei Exemplare wurden im Newsletter Nummer acht an unsere Mitglieder versandt.
  • Schutz- und Hygieneplan: Die konsequente Umsetzung der Hygieneregeln ist die wirksamste Maßnahme gegen die Übertragung von Krankheitserregern auf und durch Oberflächen. Vor diesem Hintergrund ist die Reinigungsfrequenz der allgemeinen Räumlichkeiten sowie der Sanitärgebäude zu erhöhen. Ein beispielhafter Schutz- und Hygieneplan wurde im achten Newsletter für unsere Mitglieder bereitgestellt.
  • Pandemieplan für Campinganlagen: Aufgrund der dynamischen Situation sollten sich Betreiber auf weitere, betriebseinschränkende Auswirkungen der Covid-19-Pandemie einstellen und entsprechende Vorbereitungen treffen. Um die verpflichtende Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern sowie die Aufrechterhaltung Ihres Betriebs bestmöglich zu gewährleisten, haben wir unseren Mitgliedern im achten Newsletter einen beispielhaften Pandemieplan erstellt.

WEITERE HILFESTELLUNGEN ZUR CORONA-KRISE (ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICH)

Nicht nur zur Wiederaufnahme des Campingtourismus, sondern bereits mit Beginn der Corona-Krise hat der BVCD seine Mitglieder mit entsprechenden Informationen und Mustervorlagen unterstützt. Im Folgenden finden Sie weitere Hilfestellungen, die der BVCD vor bzw. während des Zeitraums der Nutzungsuntersagung der Campinganlagen für Betreiber erstellt hat.

Die folgenden Dokumente sind teilweise auch für Nicht-Mitglieder zugänglich und damit zu Ihrer Verwendung freigegeben.

  • Merkblatt für Campingplatzbetreiber: Basierend auf dem derzeitigen Kenntnisstand (Stand siehe Dokument) werden in einem Merkblatt relevante Fragestellungen vertrags-, arbeits- und versicherungsrechtlicher Art aufgegriffen, branchenrelevante Hygienemaßnahmen aufgezeigt und Handlungshinweise für die Campingplatzunternehmer gegeben. Das Merkblatt wurde über unseren Newsletter an die Landesverbände gesendet und kann bei einer Mitgliedschaft entsprechend eingesehen werden.
  • Argumentationshilfe für Pächterbetriebe: Aufgrund der notwendigen Schließung / nur unter starken Einschränkungen mögliche Betrieb von Campinganlagen kann der Campingplatzbetreiber unter Umständen seine Pacht mindern. Hierzu stellt der BVCD eine Argumentationshilfe für die Auseinandersetzung mit dem Verpächter bereit. Bei den nachfolgend dargestellten Argumenten handelt es sich lediglich um eine Hilfestellung. Ob diese vor Gericht Bestand haben, kann von uns nicht abschließend beurteilt werden.

  • Übersicht der finanziellen Hilfemaßnahmen des Staates sowie der Bundesländer: Zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus hat sich die Bundesregierung auf ein weitreichendes Maßnahmenpaket verständigt. Um Arbeitsplätze zu schützen und Unternehmen zu unterstützen, wurde ein Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen errichtet. Ziel ist es, Firmen und Betriebe mit ausreichend Liquidität auszustatten, damit sie so gut wie möglich durch die Krise kommen. Neben dem Bund haben auch die Länder verschiedene Hilfemaßnahmen ergriffen.