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Der Preiswahnsinn geht weiter

Sie haben es sicher bereits in ihrer Tagespresse gelesen: Die Lage auf den Energiemärkten spitzt sich weiter zu und die Strom- und Gaspreise erreichen Tag für Tag ein neues Rekordniveau. Deutsche Energielieferanten befinden sich in einer noch nie gekannten Krise und werden aufgrund ihrer Handlungsunfähigkeit zu ungewöhnlichen Schritten gezwungen: bestehende Lieferverträge werden gekündigt, preislich an die „wirtschaftliche Situation angepasst“ und Neukunden erst gar nicht mehr bedient. Acht Stromanbieter sind bereits insolvent, einige Versorger stellen auch aktuell die Belieferung ein und es werden weitere folgen.

Die erschreckenden Entwicklungen der Preise sind seit Herbst 2021 zu beobachten und erreichen seit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine ihr historisches Höchstniveau. Strom- und Gaskunden sind die Leidtragenden und müssen sich auch in den kommenden Wochen und Monaten auf weitere extreme Preissprünge einstellen. Anders als in der Vergangenheit ist in vielen Gebieten heute die Grundversorgung der günstigste Tarif, da die Lieferanten diesen Grundlaststrom vor Jahren zu deutlich günstigeren Preisen beschafft haben. Aber auch hier ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Preise deutlich steigen. Erste Preisanpassungen weisen bereits heute Preissteigerungen von 35 % auf.

Im Rekordmonat März 2022 lag die Megawattstunde Strom bei rund 233 Euro - ein Anstieg um mehr als 400 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Strom an der Börse ist also vier Mal teurer und Gas sogar fünf Mal teurer als noch vor einem Jahr!

Als Dienstleister ist die Ampere AG heute mehr denn je gefordert, für ihre Kunden gute Strom- und Gasverträge abzuschließen. „Wir wissen, die Strom- und Gaskosten werden für viele Betriebe dramatisch steigen, aber wir tun unser Bestes, um die Kostenexplosion so gering wie irgendmöglich zu halten“, fasst Vorstand Dr. Arndt Rottenbacher die aktuelle Lage zusammen. „Als einzelner Verbraucher ist man auf dem Strom- und Gasmarkt derzeit völlig verloren, es gibt keine guten Angebote mehr“, so der Vorstand der Ampere AG.

Das können Sie tun, wenn Strom und Gas immer teurer werden:

Jede Kilowattstunde, die Sie nicht verbrauchen, kostet kein Geld! Vielleicht haben Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch Ideen, wie Ihr Unternehmen Energie sparen kann.

Ist Ihr Abschlag zu hoch, können Sie ihn sicherlich etwas senken lassen. Aber Achtung: Schützen Sie sich vor hohen Nachzahlungen!

Wurden Ihre Preise bereits angepasst, aber Ihr Abschlag noch nicht? Bilden Sie rechtzeitig eine Rückstellung, damit Sie die zu erwartende Nachzahlung nicht unvorbereitet trifft.

Können Sie eine Rechnung mal nicht bezahlen, vereinbaren Sie mit Ihrem Lieferanten eine Ratenzahlung.

Abschaffung der EEG-Umlage

Am 01. Juli 2022 soll es nun soweit sein. Die Bundesregierung will alle Verbraucher in Deutschland durch die Abschaffung der EEG-Umlage entlasten. Energiekonzerne werden daraufhin angehalten, die sinkenden Kosten vollumfänglich an die Stromkunden weiterzugeben. Ampere will Sie heute darüber informieren, was diese Neuerung genau bedeutet.

Aufgrund der extrem gestiegenen Energiepreise ist die vorgezogene Abschaffung der EEG-Umlage ein Teil eines breiten Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Entlastung aller Haushalte und der Wirtschaft, die ab 01. Juli 2022 für alle Verbraucher in Kraft tritt. Stromlieferanten sind verpflichtet, die Preise um 3,72 Cent/Kilowattstunde zum Stichtag zu senken.

Für alle Stromkunden bedeutet dies, dass die Rechnung durch den Wegfall der EEG-Umlage niedriger ausfallen müsste. Dennoch gehen Experten aufgrund der dramatischen Preissituation an den Energiemärkten nicht davon aus, dass diese Entlastung in Summe für spürbar mehr Geld bei den Verbrauchern sorgt. Die Kosten für fossile Energieträger explodieren geradezu und sorgen so für immer weiter steigende Strom- und Gaspreise an den Energiebörsen. Die dadurch notwendigen Preiserhöhungen durch die Versorger werden den Entlastungseffekt durch die EEG-Abschaffung am Ende kompensieren oder sogar überkompensieren.

Das müssen Sie nun wissen:
• Zum 1. Juli 2022 entfällt die EEG-Umlage und Ihr Strompreis sinkt um netto 3,72 Cent/Kilowattstunde.
• Lieferanten sind nicht verpflichtet, ihre Kunden über die Preissenkung vor dem 1. Juli zu informieren.
• Sie erkennen den Wegfall der EEG-Umlage erst auf Ihrer Turnus- oder Schlussrechnung.
• Ihre Abschläge werden wahrscheinlich nicht angepasst.
• Das Ablesen Ihres Zählerstandes zum 1. Juli ist in diesem Zusammenhang nicht notwendig.