Caravaning Industrie Verband (CIVD) sieht Chancen auch für touristisch weniger entwickelte Destinationen und will mehr Kooperation

Frankfurt, 16. November 2022. Rund 15 Milliarden Euro Umsatz bescherten Urlauber mit Reisemobil und Caravan den deutschen Tourismusregionen im vergangenen Jahr, Tendenz weiter steigend. Deshalb fordert der Caravaning Industrie Verband (CIVD) anlässlich des heutigen Deutschen Tourismustages 2022 in Mainz mehr Kooperation beim Ausbau der Infrastruktur und der Angebote für dieses Segment in Deutschland. Caravaning und Camping seien im Deutschlandtourismus oft verkannte Entwicklungstreiber. Mit 9,3 Millionen Übernachtungen lagen Caravaning und Camping im August 2022 um 14,7 Prozent höher als im August 2019. Das zeigt, dass der mobile Urlaub ein zunehmend wichtigerer Baustein für die Zukunft des Tourismusstandortes Deutschland ist.

Die deutschen Destinationen müssen deshalb auch bei Angeboten und Infrastruktur stärker auf Caravaning-Reisende setzen. Vor allem nachhaltige Angebote müssen forciert werden. CIVD-Vizepräsident Dr. Holger Siebert sagte dazu: "Die enormen Herausforderungen wie Corona, der Klimawandel und der Ukraine-Krieg haben das eigene Land wieder stärker in den Fokus der Reisewilligen gerückt. Da liegen große Potenziale für eine nachhaltige Entwicklung und Wertschöpfung durch Tourismus. Um die zu heben, mit Bedacht und Nachhaltigkeit, müssen die unterschiedlichen Ebenen enger zusammenarbeiten. Bund, Länder, Kommunen und die Destinationen sollten hierzu einen gemeinsamen Weg finden, den wir mit unserem Knowhow gerne aktiv unterstützen. Das ist unser Appell zum Deutschen Tourismustag."

Die Caravaning-Industrie hat in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum erfahren, der Bestand an Freizeitfahrzeugen ist auf Rekordhoch. Gleichzeitig sind die touristischen Kapazitäten nicht im gleichen Maße wie die Fahrzeugbestände mitgewachsen. Besonders alternative Standorte, abseits der beliebten Destinationen an der Küste oder in den Bergen, sind so in den Fokus gerückt. Ländlichen oder bisher touristisch weniger entwickelten Regionen bietet dieses Ausweichverhalten die Chance, am Caravaning-Boom teilzuhaben "Gerade Kommunen können mit modernen Reisemobilstellplätzen nachhaltige touristische Entwicklung in eigener Verantwortung vorantreiben und gestalten - und das mit gut planbarem Investitionsaufwand und sehr wenig Fläche. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten", erklärt Dr. Siebert.

Die Branche setzt dabei auf Nachhaltigkeit. Mit ihrem Projekt "Klimaneutraler Reisemobilstellplatz" stellt die Caravaning-Industrie die Weichen für eine zukunftsfeste und regional verankerte Tourismusform. Dafür brauche es aber beste Voraussetzungen in den Regionen etwa bei Förderung und Begleitung der Investitionen. Unterstützung und Koordinierung bei Planung, Genehmigung und Bau sowie eine zielführende Zusammenarbeit aller Verantwortlichen vor Ort seien dringend geboten. Das Wichtigste, so CIVD-Vizepräsident Dr. Siebert abschließend, sei aber, dass das vielfältige Potenzial dieser Reiseform endlich erkannt werde.

Weitere Informationen zum Thema Caravaning finden Sie unter:
www.civd.de  und caravaning-info.de

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