FUR veröffentlicht Reiseanalyse 2021

Mit der 51. Reiseanalyse wirft die Arbeitsgemeinschaft Forschung und Reisen (FUR) einen Blick auf die jüngere Vergangenheit und die nahe Zukunft. Die rasche Ausbreitung des Sars-CoV-2 & COVID-19 Virus und die daraufhin erlassenen Gegenmaßnahmen zur Eindämmung der Infektionen, hatten nicht nur Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben, sondern brachten vor allem dem Tourismussektor starke Einbußen.

So lagen die Gesamtausgaben von Urlaubsreisen 2019 noch bei satten 73,1 Mrd. Euro. Mit Blick auf den Markt kam 2020 dann die große Ernüchterung: Um -38% sind die Ausgaben in einer der umsatzstärksten Branchen gesunken. Diese Entwicklung wurde zum Anlass genommen, eine Befragung der deutschen Bevölkerung zu ihrer Einstellung zum Reisen und den damit verbundenen Motiven und Präferenzen durchzuführen. Die FUR befragte für die repräsentative Analyse 6.207 zufällig ausgewählte Personen.

Den Daten zufolge hat die Pandemie die Reiseaktivitäten der Deutschen enorm beeinträchtigt. So wurden 2019 noch bis zu 70,8 Mio. Urlaubsreisen unternommen, wobei 2020 einen Rückgang von rund 20 Mio. Urlaubsreisen verzeichnete. Die Gesamtausgaben von Kurzreisen sind sogar von 23,7 Mrd. Euro um mehr als die Hälfte (10,2 Mrd. Euro) gesunken.

Interessant sind jedoch die Zuwächse für den deutschen Markt: So zog es im Vergleich zu 2019 rund 4,1 Millionen mehr Menschen (+ 45%) in einheimische Destinationen. Bei Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer war Bayern am beliebtesten (4,5 Mio. Besucher/+ 9%), gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (3,8 Mio./+ 7,6%) und Schleswig-Holstein (3,6 Mio./+7,2%). Während der Hotel-Aufenthalt an Akzeptanz verlor (-10%), gehörten Ferienwohnungen (+ 6%) und Camping (+ 1%) zu den Gewinnern.

Auch 2021 steht Deutschland bei vielen Reisenden im Fokus. Dabei zeigt sich seit 2020 der eindeutige Trend, das Auto als bevorzugtes Verkehrsmittel zu wählen und auf Flugreisen zu verzichten. Da das Reiseverhalten sehr stark in Zusammenhang mit der allgemeinen und persönlichen wirtschaftlichen Lage steht, wurde auch dieser Aspekt untersucht. Dabei wurde die gesamtwirtschaftliche als auch die persönliche finanzielle Lage zwar als schlechter im Vergleich zur Vergangenheit beurteilt, jedoch bleibt der hohe Stellenwert der Urlaubsreisen beständig und sorgt für Stabilität in der Nachfrage. 44% der Befragten gaben an, einen großen Freiheitsdrang zu verspüren und große Hoffnung haben, 2021 „endlich wieder rauszukommen“. Laut Studienleiter Professor Martin Lohmann ist die Reiselust der Deutschen ungebrochen, hängt aber „in nächster Zeit im Wesentlichen von den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie ab.“ 

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