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Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V.

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Im letzten Jahr konnte auf den deutschen Campingplätzen erneut einen  Übernachtungsrekord verzeichnet werden. Knapp 28 Mio. Übernachtungen mit fast 7,2 % Zuwachs wurden im touristischen Bereich erreicht.

Damit werden auch wetterbedingte Spitzenjahre wie 2003 mit dem  Jahrhundertsommer sowie das Jahr 2009 mit sehr gutem Wetter bei weitem übertroffen, und dies bei einem Sommer, der keineswegs eindeutig in allen deutschen Regionen als überdurchschnittlich bezeichnet werden kann. In Süddeutschland wie auch im nördlichen Italien und Kroatien herrschte zeitweilig sehr regnerisches Wetter mit starken Winden.

Entsprechend sind die Ergebnisse auch nicht in allen Bundesländern gleich ausgefallen. Sehr gute bis gute Ergebnisse konnten in den nördlichsten Bundesländern wie z. B. Schleswig-Holstein (+14,4%) verzeichnet werden. Aber auch in östlichen Bundesländern wie Thüringen (+27,0%), Sachsen (+19,6%) und Sachsen-Anhalt (+16,3) konnte ein Zuwachs erreicht werden. Die campingstarken Bundesländer Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Baden-Württemberg liegen in dem Bereich um   5 % Zuwachs.

Trotz vorhandener Wettereinflüsse ist Camping in Deutschland erstaunlich stabil. Nach wie vor ist Bayern Campingland Nr. 1 dicht gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Fast 15 % der Campinggäste kommen aus dem Ausland, hier steckt Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn noch ausbaubares Potential. Allerdings hat sich im letztem Jahr  die Anzahl der ausländischen Gäste leider nur unterproportional entwickelt (+1,5%). Nach wie vor stammen mehr als 50 % der ausländischen Gäste aus den Niederlanden, dann folgen mit großen Abstand die Schweizer und Dänen.

Auch wenn es in Norditalien, Südfrankreich und Kroatien im letzten Jahr einige witterungsbedingte Einbrüche gegeben hat, entwickelt sich der Campingtourismus in Europa überwiegend positiv. Im Vergleich zu den großen europäischen Campingländern erscheint das Campingland Deutschland, mit seinen 28. Mio. Übernachtungen, relativ bescheiden.

Hinzu kommen aber die etwa 70 Mio. Übernachtungen auf sogenannten Dauerstandplätzen, also längerfristig vermietete und genutzte Campingstandplätze auf Campingplätzen, die es in dieser Form in den meisten anderen europäischen Ländern nicht gibt (Quelle: DWIF Grundlagenstudie 2004). Entsprechend der ca. 70 Mio. Übernachtungen auf Dauerstandplätzen erzielte die deutsche Campingwirtschaft insgesamt ca. 100 Mio. Übernachtungen im Jahr 2014.

Die Bedeutung von Deutschland für den europäischen Campingtourismus ist jedoch enorm. Etwa 27 Mio. Übernachtungen werden von deutschen Campern im europäischen Ausland erbracht. Damit ist Deutschland neben bzw. noch vor den Niederlanden, UK und Dänemark der größte Quellmarkt für fast alle anderen Campingplätze anbietenden europäischen Länder.

Hier noch einmal zum Download (inkl. Statistiken).